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Sofortige Hilfe: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenfrei, 24/7). Bei akuter Lebensgefahr: Notruf 112.

Erkennen, dass es eine Krise ist

Eine psychische Krise kann jeden Menschen treffen. Sie entsteht, wenn die inneren Bewaeltigungsmoeglichkeiten voellig erschoepft sind. Alles fuehlt sich ausweglos an und die Gedanken drehen sich im Kreis.

Typische Anzeichen sind extreme Hoffnungslosigkeit, das Gefuehl voelliger Ueberforderung oder der Wunsch, einfach nicht mehr da zu sein. Wenn Sie solche Gedanken haben, handeln Sie sofort. Rufen Sie eine der Notrufnummern an.

Ihr persoenlicher Notfallplan

Erstellen Sie einen Notfallplan, bevor eine Krise eintritt. Schreiben Sie die Namen und Nummern von drei Vertrauenspersonen auf. Notieren Sie sich die Nummer der Telefonseelsorge und Ihres Hausarztes.

Legen Sie fest, welche Orte Ihnen Sicherheit geben. Das kann die Wohnung eines Freundes sein oder ein bestimmter Ort in der Natur. Halten Sie diesen Plan griffbereit, zum Beispiel im Handy oder im Geldbeutel.

Krisendienste in Deutschland

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar und komplett kostenfrei. Die Beratung erfolgt anonym und vertraulich. Es gibt auch einen Chat und eine Mailberatung auf der Webseite der Telefonseelsorge.

Psychiatrische Notdienste gibt es in jeder groesseren Stadt. Sie koennen auch die naechste psychiatrische Notaufnahme direkt aufsuchen. Der aerztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 vermittelt ebenfalls Hilfe ausserhalb der Praxiszeiten.

Wann den Notruf waehlen?

Waehlen Sie den Notruf 112, wenn eine unmittelbare Gefahr fuer Ihr Leben besteht. Das gilt auch, wenn jemand anderes in akuter Gefahr ist. Zudem ist der Notruf richtig, wenn Sie nicht sicher sind, ob die Situation lebensbedrohlich ist.

Die Rettungsleitstelle entscheidet dann, welche Hilfe am besten passt. Scheuen Sie sich nicht vor diesem Schritt. Der Notruf ist genau fuer solche Situationen gemacht.

Selbstschutz in der Krise

Entfernen Sie in einer akuten Krise Gegenstaende, die Ihnen schaden koennten. Gehen Sie nicht alleine in abgelegene Orte. Bleiben Sie in der Naehe von Menschen oder rufen Sie jemanden an.

Versuchen Sie, die naechsten Minuten zu ueberstehen, nicht die naechsten Wochen. Konzentrieren Sie sich auf den aktuellen Moment. Atmen Sie langsam und zaehlen Sie Ihre Atemzuege.

Das Umfeld einbeziehen

Wenn Sie bemerken, dass ein Angehoeriger in einer Krise steckt, sprechen Sie die Person direkt an. Sagen Sie ehrlich, was Sie wahrnehmen. Hoeren Sie zu, ohne zu bewerten oder Ratschlaege zu geben.

Bleiben Sie bei der Person, bis professionelle Hilfe eintrifft. Uebernehmen Sie keine Verantwortung, die Sie nicht tragen koennen. Auch Sie als Angehoeriger duerfen sich Unterstuetzung holen.

Jede Krise ist bewaeltigbar. Der mutigste Schritt ist der erste: Hilfe anzunehmen. Sie sind nicht allein.